Geocaching lässt sich am besten als eine Art moderne Schatzsuche und Schnitzeljagd beschreiben. Im Gegensatz zur Schnitzeljagd, die jeder noch von früher vom Kindergeburtstag kennt, folgt man nicht Pfeilen, Papierschnitzeln oder Sägespänen, sondern den Richtungsangaben des GPS-Geräts. Diese Richtungsangaben entstehen, in dem Leute irgendwo einen „Schatz“ verstecken. Der Cache in Form einer Dose voller kleiner, netter Dinge, ein Notizbüchlein (dem Logbuch) sowie das Versteck werden in Form von Koordinaten im Internet veröffentlicht.

Diese Hinweise lesen Besucher der Website, laden sich die Koordinaten und weiterführende Informationen, wie Rätsel oder Hinweise, auf ihr GPS-Gerät und beginnen mit der Suche. Ist der Schatz gefunden wird eine Kleinigkeit aus dem Inhalt der Dose ausgetauscht und die Dose wieder an derselben Stelle versteckt – für den nächsten Cacher. Natürlich ist auch das Führen eigener Schatzsuche-Statistiken und Tagebüchern mit Hilfe der Portale im Internet möglich. Einige Geocacher haben es schon auf mehrere tausend gefundene Schätze gebracht.



Was für Arten von Caches gibt es?

Es gibt komplexere Caches mit Zwischenstationen (Multicaches), bei denen sich der Weg zum Geocache über mehrere Stationen, mit zum Teil schwierigen Aufgaben erstreckt. Auch Nachtcaches, die man nur im Dunklen – meist mithilfe von Reflektoren – finden kann, oder Verstecke an “Lost-Places” (vergessenen Orten die sich die Natur zurück erobert) erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Aber auch die ursprünglichen Traditional-Caches, bei denen direkt die Endkoordinaten angegeben wurden, können es in sich haben. Eine Liste über die am weitest verbreiteten Cache Arten findest du hier.


Für wen kann Geocaching interessant sein?

Für jeden, der sich gerne in der Natur bewegt und ein gewisses Abenteuer sucht. Ich kenne viele Familien, die mit ihren Kindern am Sonntag ins Grüne fahren um dort nach einem Cache zu suchen. Solange der Weg nicht in die absolute Pampa, oder in ein schier unüberwindbares Dickicht führt, kann sogar Oma und Opa mit. :)


Was für Technisches Wissen benötigt man?

Ein wenig technisches Verständnis für das GPS-Gerät und Internetkenntnisse reichen völlig aus. Ich sag mal so Salopp: Wer ein Handy bedienen kann, hat keine Probleme mit dem GPS-Gerät.


Spaßfaktor 100%

Ich habe enorm viel Spaß bei der Suche nach einem Schatz. Kinder haben bestimmt ebenfalls ihren Spaß, wenn sie zum Beispiel im Wald unter einem Baumstumpf plötzlich einen Schatz finden. Interessant ist ja die Tatsache, dass es Caches an allen Orten gibt, selbst dort, wo man nie im Leben damit gerechnet hätte, dass hier überhaupt jemand hin kommt. Mir ging es selber schon so, dass ich Jahrelang im Wald gejoggt bin und irgendwann im Internet zufällig entdeckt habe, dass auf meiner Laufroute ein Schatz zu finden ist. Ich habe ihn natürlich gleich gehoben. :)